ResQueServe®
Neue Funktionen
Die automatische Vorschlagsermittlung beim Anlegen eines Einsatzes ist nun in den Einstellungen der Leitstelle konfigurierbar. Ist die Option aktiviert, erstellt das System für einen neuen Einsatz einmalig automatisch einen Einsatzmittel-Vorschlag, sobald Einsatzort und Stichwort gesetzt sind. Ist sie deaktiviert, wird ein Vorschlag nur auf Anforderung erstellt.
Das Fenster für die Einsatzbearbeitung wurde vollständig überarbeitet. Es bietet nun Reiter für Einsatzmittel und den Einsatzmittel-Browser, Aufgaben, Dokumentation, Ereignisprotokoll und Schnelldokumentation sowie einen überarbeiteten Alarmierungsablauf mit Patienten und Reservierungen.
Das GIS steht optional in einem dunklen Kartenstil zur Verfügung, die Auswahl wird in den Benutzereinstellungen gespeichert. Für den geöffneten Einsatz werden die Routen der anfahrenden Einsatzmittel mit einer ETA-Übersicht dargestellt.
Das Kontextmenü eines Einsatzmittels zeigt nun das Dienstende bzw. den nächsten Dienstbeginn an. In der Ressourcenliste im Einsatzfenster werden Einsatzmittel markiert, deren Dienst innerhalb der nächsten 60 Minuten endet.
Die Einsatzmittelsuche findet nun auch den verbalen Funkrufnamen und zeigt den passenden Alias an.
Fehlerbehebungen
Bei aktiver Gruppierung der Stadtteile (nach Name oder PLZ) wurden die Dispositionsgruppen eines Gebiets für Adressen in einem anderen Stadtteil derselben Gruppe nicht berücksichtigt, sodass keine Alarmierungsreihenfolge wirkte. Die Dispositionsgruppen gelten nun für alle Stadtteile der Gruppe.
Nach der Auswahl eines Stichworts im Einsatzfenster ging der Fokus aus dem Eingabefeld verloren. Der Fokus bleibt nun erhalten, sodass direkt weitergearbeitet werden kann.
Beim Wechsel zwischen Einsätzen im Einsatzfenster konnten noch die Patientendaten des vorherigen Einsatzes angezeigt werden. Es werden nun immer die Daten des gewählten Einsatzes angezeigt.
Die Vorauswahl im GIS verwendete nicht den im Einsatzfenster ausgewählten Einsatz. Dies wurde behoben.
Statuswechsel von Einsätzen und der Abschluss von Aufgaben wurden teilweise mit veralteten Werten übertragen, sodass die Anzeige erst nach einem Neuladen stimmte (z. B. blieb eine Aufgabe im Zustand „wird verarbeitet“). Die Anzeige aktualisiert sich nun sofort korrekt.
Developer / Third-Party
Neue Funktionen
Die OAuth-2.1-Anbindung unterstützt nun Refresh Tokens mit Rotation und Widerruf. Der Realm (Sitzungen) ist als Resource Server angebunden und stellt den MCP-Zugriff für Sitzungen bereit, der lizenzbasiert gesteuert wird.
Das Fehlerformat (Problem Details) der API ist in der OpenAPI-Dokumentation beschrieben, Fehlermeldungen der API sind vereinheitlicht. API-Aufrufe ohne Anmeldung liefern nun Statuscodes anstelle von Weiterleitungen auf die Anmeldeseite.
Änderungen
Änderungen am Einsatz im Realm erfordern nun immer eine explizite Einsatz-ID; der implizite „aktuelle Einsatz“ entfällt.
SIM Dispatcher
Neue Funktionen
Der Patiententransport in das Krankenhaus basiert nun vollständig auf dem Patientenzuweisungscode (PZC). Kein Patient wird mehr ohne PZC transportiert; sie bestimmt, welche Krankenhäuser und welche Fachabteilung für den Patienten infrage kommen. Damit sind die in 4.8.0 angekündigten Transportzuweisungen und Bettenkapazitäten von Krankenhäusern integriert.
Das Einsatzmittel übermittelt die PZC seines Patienten, bevor der Transport beginnt: Einsatzmittel mit GPS 10 bis 25 Sekunden nach den Patientendaten automatisch (der vollständige Code besteht aus Einsatzcode, Patientenalter und Dringlichkeitsstufe), die PZC erscheint im Ereignisprotokoll des Einsatzes. Im Benachrichtigungsfenster erscheint dazu eine offene Aufgabe, die bestehen bleibt, bis dem Patienten ein Ziel zugewiesen wurde. Einsatzmittel ohne GPS melden die PZC, ihre Wunschklinik und Teile der Angaben für die Voranmeldung mündlich per Funk oder über die Büroleitung; es wird nichts automatisch im Einsatzfenster eingetragen. Ein solches Einsatzmittel fährt nur zu einem Ziel, das die Leitstelle ihm mitteilt.
Die Dringlichkeit der PZC (rot, gelb, grün) bestimmt die Sichtung: Einsatzmittel versorgen die dringendsten Patienten zuerst.
Wer das Krankenhaus bestimmt, legt der Sitzungsinhaber mit dem PZC-Modus fest, beim Start der Simulation oder während sie läuft über die Startseite: Im Modus „Automatisch“ trägt das Einsatzmittel Vorauswahl und Ziel selbst ein, im Modus „Hybrid“ übermittelt es eine Vorauswahl und fährt dorthin, bis die Leitstelle ein anderes Krankenhaus zuweist (dann wird umgeleitet), im Modus „Manuell“ wartet es an der Einsatzstelle auf die Zuweisung der Leitstelle.
Die Leitstelle hinterlegt auf der PZC-Seite im Dashboard, welche Krankenhäuser welche PZC und welche Dringlichkeitsstufen aufnehmen, auch Maximalversorger werden dabei unterstützt.
Neu ist die Leitstellenoption „Transportziel nach PZC-Zuordnung der Kliniken“: Ist sie aktiviert, wird ein Patient zum nächstgelegenen Krankenhaus transportiert, dem die Leitstelle den Einsatzcode der PZC zugeordnet hat. Ohne die Option gilt eine Standardtabelle, die je Einsatzcode die mindestens benötigten Fachabteilungen festlegt (bewusst knapp gehalten, damit nicht jeder Patient im Maximalversorger landet); der Patient wird dann zum nächstgelegenen Krankenhaus mit diesen Fachabteilungen transportiert. Fehlen die benötigten Fachabteilungen, weicht die Simulation auf das nächstgelegene Krankenhaus aus, das sie besitzt.
Die Zuweisung erfolgt im Reiter „Krankenhäuser“ der Statusübersicht: Empfangene PZC können übernommen oder eine PZC kann von Hand eingegeben werden. Der Reiter listet nur Krankenhäuser, die die PZC und ihre Dringlichkeit aufnehmen, jeweils mit aufnehmender Fachabteilung und Belegungsraster; die Vorauswahl des Einsatzmittels ist markiert. Über das Anmeldeformular des Krankenhauses wird der Patient zugewiesen, die Ankunftszeit ergibt sich aus der Route des Einsatzmittels. Bei Annahme werden Krankenhaus und Fachabteilung automatisch im Patientenmodul des Einsatzes eingetragen. Das Krankenhaus lehnt ab, wenn die Fachabteilung während der Behandlung ausgelastet ist. Aktive Zuweisungen werden aufgelistet und können storniert werden.
Nur Zuweisungen über das Formular belegen einen Platz im Krankenhaus. Das Patientenmodul des Einsatzfensters regelt ausschließlich die Absprache zwischen Leitstelle und Einsatzmittel und informiert das Krankenhaus nicht; ein dort direkt gesetztes Ziel ändert die Belegung nicht.
Die PZC ist in Gänze ein Planungswerkzeug. Entscheidend ist, was der Disponent im Patientenmodul des Einsatzes zuweist: Auch wenn ein Krankenhaus keine PZC-Konfiguration hat oder die PZC nicht aufnimmt, setzt die Simulation die Zuweisung um und der Patient wird dort behandelt (erzwungen).
Krankenhäuser besitzen Fachabteilungen mit Name, Zufahrt und Kapazität. Die Übersicht zeigt je Fachabteilung die freien Plätze als Badge (frei/gesamt), berücksichtigt angekündigte Patienten und aktualisiert sich live. Behandlungszeiten richten sich nach der Dringlichkeit.
Eine Sitzung startet mit einer realistischen, tageszeitabhängigen Krankenhausauslastung; eigene Patienten der Krankenhäuser nehmen die Behandlungszeiten der Zuweisungen an.
Einsatzmittel fahren zur Zufahrt der zugewiesenen Fachabteilung. Ein begleitender Notarzt wird dem transportierten Patienten zugeordnet.
Hubschrauber-Landeplätze (HLZ) sind nun eigene POIs der Kategorie „Hubschrauber-Landeplatz“. Krankenhäuser, Wachen und Fachabteilungen verweisen beim Anlegen auf einen HLZ-POI, statt Koordinaten eines Landeplatzes zu speichern.
Liegt der HLZ mehr als 500 m vom Krankenhaus (bzw. der Fachabteilung) entfernt, fordert der Hubschrauber direkt nach dem Start per Funk einen Bodentransport an und nennt den HLZ. Der Disponent legt den Einsatz am HLZ-POI an, der Patient wechselt dazu in einen neuen Einsatz ohne Anrufer. Der Rettungswagen dort wartet auf den Hubschrauber oder übernimmt den Patienten nach der Landung; der Notarzt des Hubschraubers fährt mit, wenn er den Patienten begleitet.
Nach der Übergabe im Krankenhaus bringt ein Rettungswagen den Notarzt des Hubschraubers zurück zum HLZ. Das gilt auch für den kombinierten Boden-Luft-Transport, bei dem der Hubschrauber leer zum HLZ fliegt. Ein Rettungswagen, der den Patienten übernimmt, transportiert oder den Notarzt zurückbringt, steht nicht für Alarmierungen zur Verfügung und nennt den Grund per Funk.
Neue Funksprüche: Die Leitstelle kann einem Einsatzmittel per Funk (und im Telefonat des Einsatzmittels) das zugewiesene Ziel mitteilen sowie nach der PZC, der Wunschklinik und den Angaben für die Voranmeldung fragen. Einsatzmittel melden die Anzahl gesichteter Patienten und deren Sichtungskategorie (rot, gelb, grün). Hubschrauber fordern per Funk einen Bodentransport vom HLZ zum Krankenhaus an, und Rettungswagen melden, wenn sie wegen Patientenübernahme oder Notarzt-Rückfahrt zum HLZ nicht verfügbar sind.
Einsatzmittel können über das Menü zur Wache zurückgeschickt werden („Rückfahrt erzwingen“).
Einsatzmittel reagieren sofort auf Sprechwünsche. Der Funkablauf wurde überarbeitet und arbeitet nun ereignisbasiert mit korrektem Zeitverhalten.
Telefon- und Funkfenster, Startseite mit virtueller Leitstelle sowie das Benachrichtigungsfenster wurden auf die neue Oberfläche umgestellt.
Eine Sitzung wird nun deutlich schneller betreten, der Sitzungszustand wird im Hintergrund hinter einem Ladebildschirm wiederhergestellt. Verliert ein Fenster seine Sitzung, wird eine Statusseite angezeigt.
Der Chat meldet, wenn Benutzer die Sitzung betreten oder verlassen. Systemnachrichten werden in der Sprache des jeweiligen Benutzers angezeigt.
Die Simulationsinformationen eines Einsatzmittels können für das Forum kopiert werden.
Änderungen
Die Validierung von Leitstellen wurde angepasst. Externe Krankenhäuser und Maximalversorger sind nicht mehr zwingend erforderlich, die geforderten drei Krankenhäuser werden wie in der Meldung beschrieben geprüft. Die Mindest-Einsatzlast wird anhand der Tagessumme statt anhand einer einzelnen Stunde geprüft.
Die vom Einsatzmittel gemeldeten Patientendaten füllen nun den Patienten im Einsatz, Altersangaben sind konsistent und die Einsätze sind abwechslungsreicher.
Fehlerbehebungen
Beim Übernehmen der Anrufdaten wurde, wenn der Anrufer keinen bekannten POI hatte, der erste AML-Standort als Ort gesetzt, obwohl nur die Rufnummer (und bei aktivierter Option der bekannte POI des Anrufers) übernommen werden soll. Dies wurde behoben, AML-Standorte bleiben über das AML-Menü wählbar.
Dringende Rettungsdiensteinsätze, die immer einen Notarzt erfordern (z. B. Reanimation), konnten ohne Notarzt-Bedarf erzeugt werden, sodass der alarmierte NEF keine Indikation fand und wieder abrückte. Solche Einsätze erfordern nun immer einen Notarzt, dringende Einsätze folgen der Notarztkategorie des Ereignisses.
Bei gruppierten Stadtteilen konnte nach einem fehlgeschlagenen Laden der Adressen nur noch an POIs, nicht mehr an Straßen ein Einsatz erzeugt werden. Straßeneinsätze werden nun wieder erzeugt.
Erreichte ein Einsatzmittel einen Einsatzort abseits befahrbarer Straßen (z. B. einen POI an einem See), meldete es den Einsatzort als nicht gefunden. Es erkennt den Einsatz nun anhand des Ortstexts und beginnt dort mit der Einsatzabarbeitung.
Der Gesundheitszustand von Patienten sprang nach Zeiträumen ohne Behandlung sprunghaft, statt sich kontinuierlich zu verändern. Dies wurde behoben.
Bei Einsätzen mit Drehleiter bzw. DLK und bei Türöffnungen blieb die Einsatzabarbeitung stehen, obwohl sie fortschreiten sollte. Sie läuft nun zuverlässig weiter.
Rettungsdiensteinsätze blieben stehen, nachdem eine Drehleiter bzw. DLK an der Einsatzstelle eingetroffen war. Sie laufen nun normal weiter.
Bei der Patientenübergabe an der Einsatzstelle konnte ein Einsatzmittel in einer Schleife hängen bleiben. Die Übergabe wird nun abgeschlossen.
Beim Abbruch eines Einsatzes setzte das Einsatzmittel seine Fahrt fort, obwohl es nicht mehr alarmiert war. Es beendet die Fahrt nun sofort und reagiert korrekt auf den Abbruch.
Pausierte Simulationen liefen nach dem Wiederherstellen einer Sitzung mit falscher Zeit weiter, und die Zeitskalierung konnte eine Vielzahl von Ereignissen auf einmal erzeugen. Beides wurde behoben.
Nach der Alarmierung zur Arztabholung wurde Status 4 nicht korrekt gesendet. Dies wurde behoben.
Ein Funkspruch der Leitstelle im Freitext führte zu einem Fehler, wenn kein Einsatzmittel ausgewählt war. Er wird nun korrekt gesendet.
Einsatzmittel quittierten Funksprüche der Leitstelle (z. B. „Arzt ist unterwegs“) teilweise mit Formulierungen der Leitstelle wie „das hat die Leitstelle verstanden“. Die Quittung stammt nun vom Einsatzmittel selbst.
Sitzungen konnten vorzeitig gelöscht werden, obwohl sie nicht als inaktiv gelten sollten. Dies wurde behoben, inaktive Sitzungen werden zuverlässiger aufgeräumt.
Bei hoher Last konnten die Simulation und die Einsatzvorschläge verzögert reagieren. Die Performance wurde deutlich verbessert.
