Kernfunktion: Das Differenz-Prinzip
Die Ausrüstungs-Logik arbeitet nach dem Prinzip der Restbedarfsermittlung. Sie addiert alle Anforderungen der aktiven Stichworte und subtrahiert davon die Kapazitäten, die bereits durch die Gebiets-Logik (Stufe 1) oder manuelle Auswahl bereitgestellt wurden.
Formel zur Ermittlung:
Relevante Konfigurationsfelder
Feld | Referenz | Beschreibung |
Stichwort: Benötigte Ausrüstung | Liste von Ausrüstungsgegenständen inkl. der benötigten Menge (z. B. | |
Rettungsmittel: Vorhandene Ausrüstung | Liste aller Ausrüstungsgegenstände, die einem Rettungsmittel zugewiesen sind. |
Der iterative Auswahlprozess
Die Stufe 2 läuft in einer Schleife ab, bis alle Bedarfe gedeckt sind oder keine verfügbaren Ressourcen mehr gefunden werden:
Bedarfs-Check: Welche Ausrüstung aus
RequiredEquipmenthat noch einen positiven Wert?Suche: Das System filtert alle verfügbaren Einheiten (siehe Artikel "Verfügbarkeit"), die mindestens eines der fehlenden Geräte in ihrem
Equipments-Profil führen.Sortierung: Die passenden Einheiten werden nach der geringsten Entfernung/Anfahrtzeit zum Einsatzort sortiert.
Selektion: Die nächste Einheit wird ausgewählt und deren gesamtes Inventar vom Restbedarf abgezogen.
Wiederholung: Der Prozess startet bei Schritt 1, bis der Bedarf aller geforderten Geräte ≤0 ist.
Steuerung durch System-Optionen
Das Verhalten dieser Stufe wird massiv durch zwei Optionen beeinflusst, die das Zusammenspiel mit Stufe 1 regeln:
Option 8: Ausrüstung trotz Gebiets-Zuständigkeit prüfen
Zweck: Bestimmt, ob Stufe 2 überhaupt aktiv wird, wenn Stufe 1 bereits Einheiten geliefert hat.
Logik: Ist diese Option deaktiviert, beendet das System den Vorschlagsprozess nach Stufe 1, sofern dort mindestens eine Einheit gefunden wurde. Die technische Bedarfsprüfung entfällt. Stufe 3 wird trotzdem einbezogen.
Option 22: Ausrüstung aus Gebiets-Zuständigkeit anrechnen
Zweck: Steuert die Intelligenz der Differenzberechnung.
Aktiviert (Empfohlen): Das System prüft die
Equipments-Liste der Einheiten, die bereits in Stufe 1 (Gebiets-Logik) ausgewählt wurden. Diese Geräte werden als "vorhanden" markiert.Beispiel: Stichwort fordert "1x HLF". Stufe 1 schlägt das örtliche HLF vor. Stufe 2 erkennt, dass das HLF vorhanden ist, und schlägt kein weiteres Fahrzeug vor.
Deaktiviert: Stufe 2 ignoriert die Ergebnisse aus Stufe 1 und fordert den kompletten Bedarf zusätzlich an. Dies kann zu einer unerwünschten Mehrauswahl führen.
Priorisierung und Konflikte
Innerhalb der Stufe 2 gilt die Multifunktionalität:
Wenn eine Einheit mehrere benötigte Geräte gleichzeitig an Bord hat (z. B. ein Rüstwagen mit Kran), werden beide Bedarfe mit nur einem Fahrzeug gedeckt.
Das System priorisiert Einheiten, die den größten Teil des Restbedarfs mit einer einzigen Anfahrt abdecken können, sofern die Entfernung innerhalb der Parameter liegt.
Zusammenfassung für Administratoren: Stufe 2 ist das Werkzeug, um sicherzustellen, dass die Schlagkraft stimmt. Während Stufe 1 sicherstellt, dass "die Richtigen" kommen, stellt Stufe 2 sicher, dass "genug Technik" kommt.
