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Vorschlagssystem: Medizinischer-Bedarf (Stufe 3)

Die Stufe 3 im Vorschlagt sorgt dafür, dass das medizinische Versorgungsniveau (Notarzt, Transportkapazität, Intensivpflege) exakt den Vorgaben der Einsatzstichworte entspricht. Auch diese Stufe arbeitet strikt nach dem Differenz-Prinzip.

Vor über 2 Wochen aktualisiert

Kernfunktion: Medizinische Restbedarfsermittlung

Die Stufe 3 berechnet für jede medizinische Anforderungskategorie (z. B. Notarzt, RTW, Rettungshubschrauber) den verbleibenden Bedarf. Hierbei werden alle Einheiten gegengerechnet, die bereits durch die Gebiets-Logik (Stufe 1) oder die Ausrüstungs-Logik (Stufe 2) vorgeschlagen wurden.

Die Berechnungslogik:

  1. Summierung aller Bedarfe aus den aktiven Stichworten.

  2. Subtraktion der Einheiten, die bereits im Einsatz gebunden sind.

  3. Subtraktion der Einheiten, die von Stufe 1 und 2 bereits vorgeschlagen wurden.

  4. Identifikation und Vorschlag der verbleibenden Kapazitäten nach Entfernung oder schnellste Route.


Relevante Konfigurationsfelder (Mapping)

Die Logik vergleicht spezifische Mengenfelder im Stichwort mit den Kategorien der Einheiten.

Referenz (IKeyword)

Lokalisierung

Ziel-Kategorie der Einheit (UnitCategory)

DispatchAmountDoctorGround

Anzahl (NEF)

NEF

DispatchAmountHelicopter

Anzahl (RTH)

RTH

DispatchAmountHelicopterICU

Anzahl (ITH)

ITH

DispatchAmountAmbulanceRegular

Anzahl (KTW)

KTW, MZF

DispatchAmountAmbulanceUrgent

Anzahl (RTW)

RTW, MZF

DispatchAmountAmbulanceDoctor

Anzahl (NAW)

NAW

DispatchAmountAmbulanceICU

Anzahl (ITW)

ITW


Sonderlogik: Die ärztliche Komponente

Zusätzlich zu den Fahrzeugkategorien wertet das System die Eigenschaft UnitDoctorOption aus.

  • Bedarf Anzahl (Notarzt) (DispatchAmountDoctor): Dieser Wert fordert eine ärztliche Qualifikation an, unabhängig vom Fahrzeugtyp.

  • Anrechnung: Einheiten, bei denen in den Stammdaten Vorschlag Option Notarzt hinterlegt ist, decken diesen Bedarf ab.

  • Substitution: Wenn die Gebiets-Logik (Stufe 1) bereits einen Rettungshubschrauber (RTH) vorgeschlagen hat, erkennt Stufe 3, dass damit auch ein Notarzt vorhanden ist. Ein zusätzliches Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) wird in diesem Fall nicht mehr vorgeschlagen, sofern nur ein Arzt gefordert war.


Ablauf der Selektion

Stufe 3 durchläuft die verfügbaren Rettungsmittel und prüft die Übereinstimmung mit den noch offenen Bedarfen:

  1. Filterung: Ausschluss aller nicht verfügbaren Einheiten (siehe Artikel "Verfügbarkeit").

  2. Kategorisierung: Abgleich, ob eine Einheit eine der offenen Kategorien (RTW, NEF, RTH etc.) bedient.

  3. Sortierung: Priorisierung nach Entfernung/Fahrzeit.

  4. Auffüllung: Das System wählt so lange Einheiten aus, bis alle DispatchAmount-Zähler der Keywords auf Null oder darunter stehen.

Interaktion mit Stufe 1 und 2

Stufe 3 ist hochgradig integrativ. Sie verhindert die Alarmierung von "Begleit-Rettungsmitteln", wenn die taktischen Einheiten die medizinische Komponente bereits abdecken.

Beispiel Brandschutz: Ein Stichwort fordert 1x Löschzug (Stufe 1) und 1x RTW zur Eigensicherung (Stufe 3). Ist im Löschzug der Gebiets-Logik bereits ein Fahrzeug enthalten, das die Kriterien eines RTW erfüllt, erkennt Stufe 3 dies und schlägt keinen weiteren RTW vor.


Zusammenfassung der Prioritäten

  • Qualifikation vor Typ: Die Sicherstellung der medizinischen Versorgungsebene steht im Vordergrund.

  • Vermeidung von Leerfahrten: Rettungsmittel werden nur ergänzt, wenn die taktische Alarmierung (Feuerwehr/Polizei) keine ausreichende medizinische Komponente enthält.

  • Räumliche Nähe: Innerhalb der medizinisch geeigneten Kategorien entscheidet immer die kürzeste Anfahrtzeit.

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